Meine Bilderserien, sind kleine, in sich abgeschlossene Projekte und Experimente mit verschiedenen Themen. Entdecke eine Vielfalt von Fotografien, die spezifische Geschichten erzählen.
Jede Bilderserie ist sorgfältig zusammengestellt und bietet einen Einblick in verschiedene Aspekte meiner künstlerischen Reise. Lass dich von der Vielfalt und der narrativen Kraft dieser Bilderserien inspirieren.

Hochwasser in Mainz - Winter 2023 10 Fotos
Hochwasser in Mainz - Winter 2023
Hochwasser in Mainz - Winter 2023

Es war einer dieser immer häufigeren Tage, an denen das Wetter und die Natur beschließen, ein wenig aus dem Rahmen zu fallen.

Mit meiner Kamera am Stativ spürte ich die feuchte Luft und das Prickeln der Herausforderung, das Hochwasser festzuhalten. Warnstufe 2 – das bedeutet, dass der Rhein seine Muskeln spielen lässt und sich ausbreitet.

Viele Bereiche, sonst von Menschen besucht sind heute Teil des Flusses, und die Kraft des Wassers ist sowohl beunruhigend als auch faszinierend.

Pflanzenspiegel 7 Fotos
Pflanzenspiegel
Pflanzenreflexion: Spiegel der Seele

Eine persönliche Fotoreihe, die die Verbindung zwischen mentaler Gesundheit und dem Zustand von Pflanzen aufzeigt.

Da stehst du nun, mitten in meinem Garten, einem Ort, der einst ein stolzes Grün war und nun die Narben meiner inneren Kämpfe zeigt. Jede Pflanze hier erzählt eine Geschichte - nicht nur ihre eigene, sondern auch ein Kapitel meiner Lebensreise.

2021 war für mich mehr als nur ein schwieriges Jahr; es war ein Sturm, der mich innerlich verwüstete. Ich verlor den Kontakt zu mir selbst, zu dem, was mir Freude bereitete. Als ich mich schließlich meinen verwahrlosten Pflanzen stellte, sah ich mich selbst: einen Menschen, der in seiner eigenen inneren Dürre gefangen war.

Meine Fotoserie entstand in dieser Zeit des inneren Aufruhrs. Sie ist ein stilles Zeugnis dafür, wie unsere mentale Verfassung sich in unserer unmittelbaren Umgebung manifestiert. Psychologen sprechen oft davon, dass unser emotionaler Zustand unsere Fähigkeit zur Fürsorge beeinflusst – und genau das erlebte ich. Meine Pflanzen, die einst blühten, litten unter meiner Vernachlässigung, so wie ich unter meiner eigenen.

Mit jeder Aufnahme dieser Serie wollte ich nicht nur meinen Garten, sondern auch meine innere Welt festhalten. Ich wollte zeigen, wie wichtig es ist, über mentale Gesundheit zu sprechen, sie ernst zu nehmen und sich selbst zu erlauben, Schwäche zu zeigen und Hilfe anzunehmen.

Diese Bilder sind ein Spiegel meiner Seele in einer Zeit, in der ich glaubte, verloren zu sein. Sie sind stumme Geschichten von Verfall und gleichzeitig von Hoffnung. Sie lehren uns, dass auch in den dunkelsten Momenten ein Samen für etwas Neues, etwas Heilendes liegt.

Die Fotografie wurde für mich zu einem therapeutischen Werkzeug, einem Weg, meine Gefühle auszudrücken und zu verarbeiten. Nach einer jahrelangen Pause fand ich durch diese Serie wieder zur Kamera zurück und entdeckte meine Liebe zur Fotografie neu.


In meiner Fotoserie, die den Zustand meiner Pflanzen in einem verwahrlosten Zustand zeigt, spiegelt sich ein tiefgreifenderes Thema wider: das Stigma rund um mentale Gesundheit. Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass mentale Probleme noch immer ein Tabuthema sind. Viele Menschen scheuen davor zurück, über ihre Gefühle zu sprechen oder sie gar zuzulassen. Diese Serie ist mein Versuch, diese Barriere zu durchbrechen.

Es ist oft so, dass Menschen nach außen hin völlig in Ordnung wirken, doch manchmal offenbaren kleine Details erste Risse in dieser Fassade. Diese Anzeichen sind es, die Familie, Freunde oder Nachbarn erkennen und auf die sie achten sollten. Es ist wichtig, nachzufragen und Unterstützung anzubieten, auch wenn alles oberflächlich in Ordnung zu sein scheint.

Mit dieser Fotoserie möchte ich jedem, dem es mental nicht gut geht, eine Botschaft senden: Es ist völlig in Ordnung, sich manchmal schlecht zu fühlen. Es ist wichtig, den Blick auf die eigenen Gefühle zu richten. Diese Auseinandersetzung mit dem eigenen Inneren ist wie die Pflege eines Gartens – sie braucht Zeit, Aufmerksamkeit und Geduld. Genau wie meine Pflanzen, die in einer anderen Jahreszeit wieder erblühen, können auch wir Menschen uns erholen und neu aufblühen.

Silvester in Lienz 2024 6 Fotos
Silvester in Lienz 2024
Silvester in Lienz 2024

Hinter den Kulissen: Zu diesen Fotos gibt es ein Video.

Wasserkraftrohre in Kärntens Natur 8 Fotos
Wasserkraftrohre in Kärntens Natur
Wasserkraftrohre in Kärntens Natur

Stell dir vor, du wanderst durch das grüne Herz Kärntens, atmest tief die frische Luft ein und da – mitten in der Idylle – kriecht ein Stahlkonstrukt leise über Berge und das Tal.
Ja, genau dort! Siehst du die Druckrohrleitungen? Wie Adern eines schlummernden Ungetüms, das die Energie der Natur in Strom für den Menschen verwandelt.

In dieser Serie nehme ich dich mit auf eine Reise, wo sich die Kraft von Mensch und Natur vereinen. Auf den Fotos siehst du einen kleinen Teil der Kraftwerksgruppe Fragant, dabei handelt es sich nicht nur um ein technisches Meisterwerk, sondern auch ein Symbol für unser Streben nach Wohlstand.

840 Millionen Kilowattstunden jährliche Stromproduktion – stell dir vor, damit könnten wir 240.000 Haushalte mit Licht, Wärme, und ja, auch dem einen oder anderen TV-Abend versorgen und natürlich wird auch die Bahn mit grünem Strom aus dem Mölltal versorgt. Vor allem die Bahn ist nicht ganz unbeteiligt an dem ein oder anderen Wasserkraftprojekt.

Aber schau genauer hin. Jede Kurve dieser mächtigen Leitungen erzählt eine Geschichte von intensiven Projektdiskussionen und dem Respekt vor Mutter Natur. Der Strom, der in stillen Nächten und an faulen Sonntagen nicht verbraucht wird, wird genutzt um das Wasser zurück in die 15 Speicherseen zu schicken. Fast wie ein Herz, das schlägt – pumpen und entspannen.



Und diese Fotos? Sie sind mehr als nur ein stummer Zeuge menschlicher Ingenieurskunst. Sie zeigen was möglich ist, wenn wir der Natur mit Behutsamkeit und Respekt begegnen, dabei aber die unvermeidlichen Kompromisse nicht aus den Augen verlieren. Es ist ein Kompromiss, sicher, aber einer, der Leben schenkt. Wasser wird umgeleitet und liefert Strom und die Fische? Die bekommen ihre eigenen Lifte! Fischlifte, unglaublich oder?

Doch kann man die Stahlkonstruktionen sehen, ohne die Zerrissenheit der Landschaft zu empfinden? Sie durchtrennen das natürliche Panorama und stellen eine Unterbrechung des gewohnten Flusses dar. Bei meinen Streifzügen durch die Natur, mit meiner Kamera in der Hand, neben den mächtigen Rohren stehend, wurde ich des Öfteren von Zweifeln heimgesucht: Steht es uns zu, derart in die Natur einzugreifen? Rechtfertigt der Fortschritt die Durchbrechung der Stille, die die Natur so einzigartig macht?
Inwieweit dürfen wir die natürliche Biodiversität beeinträchtigen, um den wachsenden Bedarf an erneuerbarer Energie zu decken?

Es ist unbestreitbar, dass die Konstruktion von Wasserkraftwerken eine bedeutende Zerstörung von Lebensräumen nach sich ziehen kann, was wiederum tiefgreifende Auswirkungen auf unsere Ökosysteme und Biodiversität hat. Der Verlust an Artenvielfalt und die Veränderung natürlicher Wasserläufe stellen Herausforderungen dar, die nicht leichtfertig in Kauf genommen werden dürfen.

Die Branche hört zunehmend auf die kritischen Stimmen. Ein intensiver Austausch ist unerlässlich, um Lösungen zu entwickeln, die sowohl ökologisch verantwortbar als auch technisch realisierbar sind.
Als Außenstehender Interessierter sehe ich, mit welcher Akribie und Vorsicht diese Projekte heutzutage geplant und realisiert werde. Es geht nicht mehr nur um die Machbarkeit technischer Lösungen, sondern zunehmend auch um die Frage der Verantwortung.
Diese Druckleitungen symbolisieren daher nicht nur einen Kompromiss. Sie sind ein Indikator dafür, dass wir beginnen, die Auswirkungen unseres Handelns ernster zu nehmen und mit größerem Respekt gegenüber der Natur agieren, indem wir das Ökosystem immer besser in Projekte einplanen.

Es ist kein einfacher Weg, sondern ein fortlaufender Prozess, der Offenheit, Innovation und den Willen zum Dialog erfordert.